Archive for März, 2013

Queens of the Stone Age – New album in June

Nun ist es raus. Das neue Queens of the Stone Age Album kommt im Juni! Nach sage und schreibe 6 Jahren Wartezeit und leeren Versprechungen gibt es nun endlich einen festen Termin. Gerüchten zufolge lautet der Name des neuen Werkes Like Clockwork, was man nach all den Streitereien und Bandmemberwechseln durchaus ironisch verstehen darf.

Dieses Album sollte seiner Besetzung nach jedoch wie ein Uhrwerk klingen, denn es wirken nicht nur die “alten Hasen” Dave Grohl, Mark Lanegan und Nick Olivieri, sondern auch namenhafte Künstler wie Trent Reznor, Elton John und Jake Shears mit.

Die ersten Produzierten Soundschnipsel bekommt man beim mehrmaligen aktualisieren der Seite http://qotsa.com/ zu hören (Geht nicht mit jedem Browser). Dort erfährt man nach mehrmaligen sinnlosen rumklicken auf der Seite auch, dass QotSA nun beim Label Matador unterschrieben haben. Alles weitere bleibt vorerst geheim.

Wir dürfen also weiterhin gespannt sein.

Cheers,
Flow

Best of – Worst album covers

Es kann nicht immer alles gut sein. Sicherlich bewegen wir uns in unseren eigenen Reihen, und das hier ist meckern auf hohem Niveau, aber manchmal geht eben auch mal was daneben. Musikalisch haben sich unsere Helden meist im Griff und wissen zu überzeugen.

Ein Cover-Artwork gibt man aber schnell mal aus der Hand und dann passieren Ausrutscher wie sie unten zu finden. Natürlich ist das nur die Meinung des jeweiligen Redakteurs, ihr habt sicher eure eigene. Und wir hoffen ihr präsentiert uns eure “schlechtesten Plattencover” in diesem Thread! Viel Spaß.

 Kev

Torche – Meanderthal

Was sich Torche beim Artwork ihres zweiten Albums gedacht haben, wissen sie wohl nur selbst. Die Sludge-Veteranen aus Miami haben auf jeden Fall eins der hässlichsten Cover aller Zeiten auf die Augen der Öffentlichkeit losgelassen das einfach nur wehtut.

Sahara Surfers – Spacetrip On A Paper Plane

Meine Freunde von den Sahara Surfers mögen mir verzeihen, wissen sie doch das ich ihre Musik liebe. Aber das Cover ihres Debutalbums steht im direkten Kontrast zu ihren Songs. Zumindest ist es ein gutes Beispiel dafür, das man sich auch nicht von Kaffeflecken auf LSD abschrecken lassen sollte wenn man ein Top-Album hört.

Uran GBG – Uran

Die Göteborger Freaks von Uran GBG, die von unserem Redakteur Flo so treffend als Psychedelic Stonerpunktetris beschrieben wurden, machen genauso verrückte Musik wie Album-Cover. Was genau die Intention des Künstlers ist, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Vielleicht auch besser so.

 Nik

Fu Manchu- California Crossing

Die Cover von Fu Manchu gefallen mir alle grundsätzlich nicht. Aber California Crossing ist der Oberwahnsinn. Bei der Kombination aus Strand und Frauen könnte man vermuten, es handelt sich hierbei um ein Werbefoto für die nächste Baywatch-Staffel. Die Auswahl der Schrift unterstützt das ganze noch.

Stallone – American Baby

Die Musik der Amerikaner fetzt, ihre Cover nicht. Ist nicht weiter schlimm, aber das Selbstportrait mit pinkem Hintergrund sticht einem doch sehr unangenehm ins Auge. Die paar Tierchen werten das Ganze in keinster Weise auf.

Uran GBG – Uran

Dieser unglaubliche hässliche Simpsons-Verschnitt auf dem Cover ihres Debutalbums sorgte schon beim Lesen des Reviews für Schmunzeln. Einerseits macht so ein Bild, das Album interessant, andererseits schreckt es vielleicht ab. Ich weiß noch nicht so recht, ob es schlecht oder lustig ist. Diskussionsstoff dürfte es auf jeden Fall liefern.

 Ruth

Butthole Surfers – Brown and Out

Geschmacklosigkeit war schon immer ihre Stärke. Aber was zum Teufel…ach, fragen wir mal lieber nicht nach. Die Platte beinhaltet ja ein Sammelsurium an sehr alten Demos und anderen Raritäten. Dafür musste man dann offentsichtlich ein Cover auf rotten.com-Niveau hernehmen und mies mit Microsoft Paint bearbeiten um auf die ausgestoßenen Songs bildlich hinzuweisen. Wie freundlich von ihnen. Der Witz an der Sache is dann aber, dass es gleichzeitig abstoßend und lustig ist und das passt doch wiederum sehr gut zur Band.

Bulbul – Drabule

Vielleicht liegt es auch an der rosa Hölle, die mir das Saure aufstoßen lässt. Oder an den Wurm-gepiesackten Ballons. Die österreichischen Noise-Rock-Spaßvögel brillieren ja vor allem mit Sympathie und musikalischer Aufmüpfigkeit. Aber bei diesem Cover wird mir einfach nur schlecht.

The Velvet Underground – 1969 Live

Nicht noch ein verbeulter Frauenarsch. Und dann noch die grässlichen Farben. Zugegeben, ich bin generell kein Fan von Artwork-Nacktheit. Und als Verehrerin der Band ist mir natürlich durchaus bewusst, dass es bestimmt nicht im Interesse von Velvet Underground lag, optische Nettigkeiten und maßgeschneiderte Schönheitsideale darzubieten sondern Provokation und Andersartigkeit an vorderste Front zu legen. Aber ein bisschen ästhetischer hätt’s wohl doch sein können. Das Auge isst ja bekanntlich mit.

 Tim

Monster Magnet – Mastermind

Ich liebe Monster Magnet, aber spätestens seit dem Cover von God Says No, kann ich den brenndenen Ochsenkopf einfach nicht mehr sehen. Dieses mal gibt es ihn in kalten Farben und einer Semi-3D-Optik. Ich hoffe mit dem dieses Jahr erscheinenden Album kommt auch ein ansprechenderes Cover, dass ich mir gerne in den Plattenschrank stelle.

Karma To Burn – Slight Reprise

Ob es dieses Album überhaupt gebraucht hätte, darüber kann man sich streiten. Über das Cover hingegen nicht. Die Biker-Dame im mittleren Alter scheint nicht nur anatomische Probleme zu haben, sondern muss auch die räudigste Erscheinung im Rock seit Courtney Love sein. Das Experiment “lass uns eine halbnackte Frau neben einem Motorrad malen”, ist kläglich gescheitert.

The Sword – Apocryphon

Wahrscheinlich werd ich jetzt gelyncht, aber mit The Sword bin ich bis heute noch nicht ganz warm geworden. Ich kann aber nicht sagen woran das liegt. Sagen wir mal so, dieses Cover hilft jedenfalls nicht. Das Ding ist einfach ein Albtraum fürs Auge. Nach dem wirklich schönen, schlichten Konzept von Warp Riders, weiß man hier gar nicht, wo man zuerst nicht hinschauen will.

Cojones – Bend To Transcend

Cojones - Bend To Transcend

Zagreb’s große Eier

Bend To Transcend

Cojones

Die kroatische Heavy-Stoner band Cojones kommen in die Stadt! Aufgrund ihrer bevorstehenden Europa-Tour haben wir entschieden, ihr letztes Album Bend To Transcend zu reviewen, auch wenn es schon seit 9 Monaten draussen ist.
Vier Jahre sind seit ihrem Debut Sunrise vergangen und der Nachfolger Bend To Transcend wurde im Juli 2012 veröffentlicht. Dabei sind Cojones sich selbst weitgehend treu geblieben, druckvoller Stonerrock mit Einflüssen aus den frühen 90ern bis heute. Eingängige Songs von einer tollen Stimme veredelt, verrückte Basslinien, psychedelische Melodien und Tonnen von Riffs. Oder besser gesagt Megatonnen. Aber man findet auf dem Album auch mehr ruhigere Momente als auf Sunrise, ein paar psychedelische Zwischenteile und gefällige Melodielinien. Die meiste Zeit regieren jedoch die kräftigen Gitarren in perfekter Liaison mit groovigen, treibenden Drums und herrausragenden Basslinien. Die großartigen Vocals überzeugen erneut über das ganze Album hinweg und erinnern von Zeit zu Zeit an einen wütenden Dave Grohl.

Bei ihrem neuen Album lassen Cojones diesmal auch mehrere Einflüsse ausserhalb der Stonerrock Szene einfliessen (ab und an schimmern etwas die Foo Foghters und ihre Alternative-Konsorten durch). Größtenteils huldigen sie aber ihren groovigen und dreckigen Stoner-/ Desertrockwurzeln (die guten alten Kyuss und Colour Haze). Manche der Lieder von Bend To Transcend klingen etwas radiofreundlicher als weite Teile des Vorgängers Sunrise. Zum Beispiel Hey Baby mit seinem eingängigen Intro, dem Mitsing-Refrain und der heruntergefahrenen Gitarre bis zum Solo erinnern eher an eine freakige Art des Classic Rock als an Stoner. Genauso sollte Have To Run auf allen Plattenteller im Rock-Radio rotieren. Einer meiner Favoriten ist As Far As It Goes das immer wieder zwischen starkem aufbrausen und melancholischer Beruhigung wechselt und mit einem feinen Interlude zur Mitte des Songs überzeugt. Colour ist ein schöner geradeaus-Rocker. Bend & Stretches ein schlagzeuggetriebenes Groovemonster das sich kurz vor Ende noch einmal beruhigt und das letzte Stück (Indika) ist eine echte Herrausforderung für die Nackenmuskulatur. Tide ist ein besonders spezieller Song des Albums: Ein psychedelisch-grusliges Intro mit sanften Vocals erhebt sich zum puren Power Rock und klingt mit fetten Riffwänden aus.

Nach mehrmaligem hören kann ich es in etwa so zusammenfassen, dass Bend To Transcend nicht ganz so direkt wie Sunrise auf den Hörer losgeht, dafür aber etwas leichter verdaulich, zugänglicher und aufgeschlossener wirkt. Auf jeden Fall ein must have für alle Stoner-Freaks, aber auch für alle anderen Rock-Liebhaber ohne Scheuklappen, die gerne ein ehrliches, handgemachtes Album hören wollen. Also, seid schlau und holt euch ein Exemplar als LP oder Download, am besten auf der anstehenden Europa-Tour. Wir sehen uns dort auf ein Bier!

1. Have To Run (3:22)
2. Colour (4:53)
3. Bend & Stretch (4:48)
4. Sacred Fire (4:51)
5. Tide (7:38)
6. Hey Baby (3:07)
7. As Far As It Goes (6:06)
8. Indika (5:52)

Laufzeit: 40:37 min

Anspieltipps: Have To Run, As Far As It Goes, Colour, Tide

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